Ich kann nicht anders, als dieses Meisterwerk sprachlicher Präzision zu posten. Für die Strecke Berlin-Köln/Bonn bzw. Düsseldorf Hbf besonders geeignet.
Aus der Rubrik "Hätten Sie's gewusst?" vom Duden Newsletter.
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Die Vergleichspartikel "als" drückt standardsprachlich Ungleichheit aus, die Vergleichspartikel "wie" dagegen Gleichheit. Daher steht nach einem Komparativ immer "als", nicht "wie": "Die Welt ist tief und tiefer als der Tag gedacht" (Nietzsche), "mehr als genug", "eine härtere Strafe[,] als die Elevin zu verbannen". Nicht standardsprachlich ist also: "[Deine Hände] sind kleiner wie meine. Damit kommst du besser in die Ecken beim Putzen" (Helge Schneider).
Ebenfalls nicht standardsprachlich ist die Verwendung von "als wie"
anstelle eines schlichten "als": "Das schmeckt doch viel besser als wie Sprudel mit ohne Geschmack."
Da mit "anders", "niemand", "nichts", "umgekehrt" und Ähnlichem ebenfalls Ungleichheit ausgedrückt wird, verwendet man auch nach diesen Ausdrücken "als", nicht "wie": "anders als bei Verben wie ...", "nichts als heiße Luft".
Da "wie" Gleichheit ausdrückt, steht "wie" nach dem Positiv, der ungesteigerten Form des Adjektivs: "schlau wie ein Fuchs", "weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Ebenholz", aber auch bei anderen Gleichheit ausdrückenden Wendungen: "Die Cellistin spielte wie von einem anderen Stern", "ein Mann wie ein Baum". Allerdings gelten in einigen speziellen Fügungen "wie" und "als" als gleichermaßen korrekt: "Sowohl der
Minister als/wie auch der Lobbyist waren unzufrieden. Beide wollten so bald als/wie möglich die Schlappe wettmachen. Natürlich sollte so wenig als/wie möglich davon an die Öffentlichkeit dringen."